Wo kann ich mir mein Tattoo entfernen lassen?

Durch Laserbehandlungen lassen sich heutzutage eine Vielzahl von Tattoos sehr gut entfernen, vorausgesetzt, das Lasergerät ist gütegeschaltet und von hohem Niveau. Sind diese Voraussetzungen gegeben und ein spezialisierter Arzt gefunden, so können Tätowierungen erfolgreich entfernt werden – allerdings verlangt diese Prozedur meist mehr Zeit und Kosten als das Tattoo zum Stechen nötig war.

Aufgrund der heutigen Lasertechnologie ist ein recht exakter Abbau der Farbpartikel ohne Beschädigungen der umliegenden Haut möglich und dies sogar in vielen Fällen ohne Farbrückstände oder Narbenbildungen erreichbar. Dennoch ist es nicht immer machbar dem Patienten im Vorfeld mitzuteilen, ob das Tattoo an gegebener Stelle einfach zu entfernen ist oder nicht. Tattoos, die älter sind, gelten als leichter zu beseitigen, als neue Tätowierungen. Dies liegt daran, dass die Farbpartikel teilweise bei einem älteren Tattoo schon verblasst sind und zu damaligen Zeiten mit weniger Farbe gearbeitet wurde.

Weiterhin ist bekannt, dass ein Tattoo beispielsweise auf Armen, Beinen, Händen, Fingern oder anderen Bereichen am Ende der Extremitäten schwieriger zu entfernen sind und an diesen Körperpartien dazu neigen, haltbarer zu sein. Dies ist offenbar aufgrund des unterschiedlichen Blutflusses zurückzuführen. Ebenso gibt es natürlich Stellen, die bei jedem Menschen individuell unangenehm sind. Hat der Patient schon beim Stechen der Tätowierung an einer Hautstelle mit relativ dünner Haut wie beispielsweise im Nacken, an den Knöcheln, am Bauch oder einer ähnlichen Stelle bereits das Stechen als unangenehm empfunden, so wird auch die Entfernung mittels Laserstrahles ähnlich ablaufen.

In der Regel gibt es allerdings für erfahrene und kompetente Ärzte kein Hautareal, an dem das Tattoo nicht entfernt werden kann. Lediglich die unterschiedliche Palette der Farben fordert auch separate Lasertypen. Für schwarze, blaue sowie grüne Farbtöne hat sich der Rubin- sowie Alexandritlaser als gute Wahl herauskristallisiert, für rote und somit besonders hartnäckige Farben ist der Neodym-YAG-Laser mit verdoppelter Frequenz sehr gut geeignet.

Auch wenn Kosmetiker oder ähnliche Branchenzweige mit verlockenden Angeboten winken, die vielleicht günstig oder besonders schnell vonstatten gehen, so sind diese Offerierungen mit Argusaugen zu betrachten. Wichtig bei einer sorgfältigen und seriösen Tattooentfernung sind gütegeschaltete Lasergeräte, die ein sehr gutes und sauberes Endergebnis liefern. In der Regel sind solche Laseranwendungen nur von Hautärztinnen oder Hautärzten möglich, die sich auf diese Thematik spezialisiert haben und durch spezielle Fortbildungen sowie qualitativ hochwertige Lasergeräte bestechen. Geprüfte DDL-Mitglieder [1] oder ÖDL-Mitglieder [2] in Ihrer Nähe finden sich im Internet an und können über Email oder Hotlines kontaktiert werden.

Alternativ kann der Hautarzt des Vertrauens mit Weiterempfehlungen hilfreich sein und gegebenenfalls einen guten Facharzt ans Herz legen.

Das Ergebnis der Tattooentfernung mit einem Alexandritlaser ist nicht sofort nach der Behandlung ersichtlich. Aufgrund der Heilungsphase und der Aufhellung der Pigmente der Haut kann erst nach einer Dauer von sechs bis acht Wochen ein erstes Resultat erkannt werden. Natürlich ist nicht damit zu rechnen, dass das Tattoo nach der ersten Lasersitzung verschwunden ist. Je nachdem wie groß das Tattoo ist und mit welchen Farben es gestochen wurde, können mehrere Sitzungen und Wochen vergehen, ehe das Tattoo schlussendlich ganz und gar verschwunden ist.

Bei einer Behandlung der Tätowierung mit einem Erbiumlaser verschwinden das Tattoo oder Teile des Tattoos meist sofort. Jede Laserbehandlung bringt allerdings eine Schorfbildung der Haut mit sich, die auf keinen Fall durch Kratzen oder Pullen beeinträchtigt werden sollte, da sich hier unschöne Narben bilden können.


[1] Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft
[2] Österreichische Dermatologische Lasergesellschaft

Von | 2018-10-02T08:45:08+00:00 23.03.2018|News, Tattooentfernung|0 Kommentare
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