Tattoo entfernen mit Laser

Was früher einmal als trendy und in galt, ist morgen vielleicht schon langweilig und kindisch. Es gibt zahlreiche Gründe, warum sich Menschen plötzlich gegen ihre Tätowierung entscheiden: ein anderer Job, neue Lebenssituationen, oder schlicht die Erkenntnis, dass einem das Tattoo nicht mehr zusagt.

Die Lasermethode

Diese Weisheit erfahren in letzter Zeit viele Tattoobesitzer, die sich vielleicht in Jugendtagen ein Tattoo stechen ließen und es nun leid sind, diesen Schritt überhaupt gewagt zu haben. Ob Tätowierungen an Armen, Beinen, das berühmt berüchtigte „Arschgeweih“ oder andere Sünden – hat man erstmal die Nase gestrichen voll von dem dauerhaften Anblick, so hilft nur noch der Weg zu einem Spezialisten. Mit Hilfe eines Lasers kann dieser durchaus zur Tattooentfernung beitragen. Diese Methode hat sich gerade in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt und ist wesentlich effizienter und auch schmerzärmer, als manch einer vermutet.

Dennoch wird an dieser Stelle betont, dass Laser nicht gleich Laser ist. Es wird Patienten dringend angeraten sich in professionelle Hände zu begeben, die sich auf die Entfernung von Tattoos spezialisiert haben. In zahlreichen Arztpraxen werden gern veraltete Geräte zur Tattooentfernung verwendet, die allerdings die Tätowierung selbst entweder nicht vollkommen entfernen können, oder restliche Partikel zurücklassen, die unschöne Resultate ergeben. Nur technisch einwandfreie Geräte, die auf dem neuesten Stand sind können Tattoos mit schwarzer, blauer und roter Farbe besonders schonend und erfolgreich entfernen.

Natürlich ist dieser Vorgang nicht der günstigste, um sich eines Tattoos zu entledigen, dennoch sind nach jeder Sitzung Ergebnisse der Entfernung zu erkennen. Sicherlich ist das Tattoo nach der ersten Behandlung nicht vollständig verschwunden, denn hier spielt neben den Farbpigmenten auch die Größe des Tattoos eine entscheidende Rolle.

Die Behandlung

Hat sich ein Kunde entschieden, dass sein Tattoo entfernt werden soll, so wird der Arzt oder Spezialist sich zuerst über die Beschaffenheit und Ausmaße des Tattoos Klarheit verschaffen. Bei Kunden, die besonders schmerzempfindlich sind, wird die betroffene Hautregion vor der Laserbehandlung mit Hilfe von Kühlelementen, oder erforderlichen Cremes gekühlt. Danach werden mit einem Laserstrahl in 6-10 Nanosekunden die Linien oder die Fläche des Tattoos behandelt, wobei die Farbpigmente der Tätowierung durch die zahlreichen Laserimpulse in ihre Bestandteile zersetzt werden und durch das körpereigene, lymphatische System nach und nach abtransportiert werden. Trifft das Laserlicht auf die Haut des Patienten, so wird dieser ein leichtes Ziehen, ähnlich wie bei der Tätowierung selbst, verspüren. Je nach Größe des Tattoos dauert die Behandlung unterschiedlich lang: bei recht kleinen Tätowierungen erfolgt die einzelne Sitzung vielleicht in einer halbe Stunde, bei relativ großen Tattoos kann die Behandlungsdauer auch 1 Stunde in Anspruch nehmen.

In der Regel kann ein weiterer Eingriff nach vier bis sechs Wochen erfolgen, da sich in dieser Zeit die Haut erholen muss. Je nach Größe, Form und Beschaffenheit des Tattoos wird diese Methode fünf bis zehn Mal wiederholt, damit die Tätowierung gänzlich verschwunden ist. Wie oft die Sitzung speziell angewandt werden muss, hängt unter anderem auch von der Stichtiefe und dem Farbanteil in der Haut ab. Nach einer Faustformel gilt, dass Laien-Tattoos leichter und schneller zu entfernen sind, als Tätowierungen von Profis.

Nachbehandlung

Nach den Behandlungen wird die betroffene Hautpartie für einige Minuten gekühlt, da die Haut durch die Laserimpulse ebenso wie auf anderes Licht reagiert. Um hier ähnliche Symptome wie beispielsweise einen Sonnenbrand oder leichte Rötungen zu verhindern, ist diese Vorgehensweise nötig und sinnvoll. Nach der Kühlung wird vorbeugend meist eine desinfizierende Creme empfohlen, die die Haut beruhigen soll. In den Tagen nach der Tattooentfernung kann es vorkommen, dass sich auf der behandelten Hautstelle leichte Verfärbungen abzeichnen – diese sind jedoch vollkommen normal und zeigen den Selbstheilungsprozess des Körpers an. Nach wenigen Wochen ist von diesen Verfärbungen in der Regel nichts mehr zu erkennen. Sollten Verkrustungen oder ähnliche Verschorfungen auftreten, so sind diese nicht abzukratzen oder anderweitig zu behandeln, da dies durchaus zu unschöner Narbenbildung beitragen kann. Nach einiger Zeit lösen diese sich von selbst.

Damit eine Tätowierung wieder entfernt werden kann, sollte das Tattoo selbst mindestens acht Wochen alt sein, damit die Haut sich von der eigentlichen Strapaze des Tattoostechens erholen kann. Bei dunkelhäutigen Personen ist es durchaus möglich, dass bei der Tattooentfernung eine Zerstörung der natürlichen Farbpigmentierung der Haut mit dem Laser erreicht wird, so dass die Haut sich an den betroffenen Hautstellen weiß abbildet. Da sich die Haut mit der Zeit wieder regeneriert, wird dieses Hautareal kontinuierlich wieder seine allgemeine Hautfarbe annehmen.

Von | 2018-10-02T08:45:07+00:00 06.04.2018|News, Tattooentfernung, Tattooentfernung Methoden|0 Kommentare
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